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Thermostate richtig einstellen und bedienen (08.02.2019)

Die häufigsten Fragen und die besten Tipps

Ein Heizungsthermostat ist mehr als nur ein Ventil zum Auf- und Zudrehen. Es ermöglicht die individuelle Regelung der gewünschten Raumtemperatur und senkt so den Energiebedarf – vorausgesetzt, es wird richtig bedient. Wir zeigen Ihnen, wie es funktioniert.

1. Welche Thermostate gibt es?

Heizkörperthermostate kennen wir alle: Das sind die zylinderförmigen Plastikgriffe an den Heizkörpern, an denen wir drehen, wenn uns zu kalt oder zu warm ist. Das war nicht immer so: Am Anfang gab es nur die so genannten Handventile. Eine genaue Temperatureinstellung war damit unmöglich, weshalb die Räume damals entweder zu heiß oder zu kalt waren. Mit der Entwicklung des Thermostats haben findige Ingenieure seit 1952 das Heizen revolutioniert: Durch Fühlerelemente konnte erstmals eine eingestellte Raumtemperatur gehalten werden. Die letzte Revolution in der Welt der Heizkörperthermostate sind die programmierbaren Thermostate, die es mittlerweile auch als Funklösung gibt.

2. Wieso stehen auf dem Thermostatkopf keine Temperaturangaben, sondern Zahlen?

Thermostate regeln die Raumtemperatur. Deshalb ist es zunächst vielleicht verwunderlich, dass auf konventionellen Thermostatköpfen keine Temperaturangaben, sondern Zahlen von 1 bis 5 abgebildet sind. Dafür gibt es allerdings einen guten Grund: Denn welche Temperatur im Raum erreicht wird, hängt nicht allein von der Einstellung des Thermostatventils ab. In einer Heizkörpernische mit Fensterbrett kann sich beispielsweise ein Wärmestau bilden, der dem Thermostat signalisiert, dass es schließen soll, obwohl der Raum noch nicht warm ist. Die Zahlenskala auf dem Thermostatkopf ist deshalb nur als Orientierung gedacht. Üblicherweise justieren die Hersteller die Thermostate so, dass mit der Einstellung „3“ eine Raumtemperatur um die 20 Grad erreicht wird. Jede Stufe mehr entspricht etwa einer Temperaturerhöhung um 4 Grad.

3. Wird es schneller warm, wenn ich das Thermostat voll aufdrehe?

Weit verbreitet ist der Glaube, dass der Raum besonders schnell warm wird, wenn das Thermostat auf der höchsten Stufe steht. Viele Nutzer stellen sich ein Thermostatventil noch immer wie einen Wasserhahn vor: je stärker aufgedreht, desto schneller wird es wärmer. Die Wärmezufuhr zum Heizkörper wird aber tatsächlich über einen Temperaturfühler im Thermostatkopf gesteuert, der abhängig von der Raumtemperatur das Ventil für das Heizwasser öffnet oder schließt. So steht zum Beispiel Stufe 3 der fünfstufigen Zahlenskala am Thermostatkopf für eine gewünschte Raumtemperatur von 20 bis 21 Grad. Jede weitere Stufe bringt drei bis vier Grad mehr. Wenn Sie das Thermostatventil voll aufdrehen, heizen Sie also nicht schneller, sondern nur länger – bis die eingestellte Zimmertemperatur erreicht ist. Und zahlen dementsprechend die unnötigen Heizkosten. Wenn Sie es noch genauer wissen wollen: Unsere Infografik erklärt Ihnen wie ein Thermostatventil funktioniert.Als Faustregel: Die Wohlfühltemperatur für das Wohnzimmer liegt bei etwa 20 Grad und somit der Thermostateinstellung 3. Für alle anderen Räume gelten folgende Richtwerte: 


 

4. Ist es energiesparend, die Thermostate bei längerer Abwesenheit herunterzudrehen und so die Raumtemperatur deutlich abzusenken?

Das ist eine viel diskutierte Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt. Zwei Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle: die Beschaffenheit der Gebäudehülle und der Temperaturunterschied zwischen draußen und drinnen. Grundsätzlich entweicht mehr Wärme, je höher die Innentemperatur ist. Deswegen geht generell weniger Energie verloren, wenn die Zimmertemperatur bei längerer Abwesenheit heruntergeregelt wird. Ob sich die Absenkung in der Praxis empfiehlt oder tatsächlich auch Heizkosten spart, hängt entscheidend davon ab, wie tief die Raumtemperatur absinkt. Je niedriger die Temperatur, desto höher die Einsparung. Bei schlecht gedämmten Altbauten ist die Einsparung durch das Herunterregeln der Heizkörper daher am höchsten. Die Zimmertemperaturen sollten aber nicht zu tief sinken, weil sonst das Schimmelrisiko steigt. Außerdem sollte man bei der Temperatursteuerung genug Zeit für das Wiederaufheizen der Räume einplanen. 



Grundsätzlich gilt: Bei längerer Abwesenheit, etwa für einen zehnstündigen Arbeitstag oder einen Kurztrip über das Wochenende, lohnt sich das Herunterregeln der Thermostate auf etwa 16 Grad Raumtemperatur. Bei hochgedämmten Gebäuden lohnt eine Absenkung selten, weil diese nur sehr langsam auskühlen. Übrigens: Bei handelsüblichen Thermostaten entsprechen 17 bis18 Grad in etwa der Stufe 2 auf der Thermostatskala.

Mehr zum Thema Thermostate erfahren Sie hier…



Quelle: www.co2online.de

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